Wojtyla - Kämpfer für den Frieden
Für die einen wird Johannes Paul II. der Papst gewesen sein, der durch fortschrittliches Denken der katholischen Kirche wieder Zulauf brachte. Für die anderen wird er jemand gewesen sein, der die konservativen Standpunkte des Vatikans beharrlich verteidigte. Und die Dritten werden seine zahllosen Reisen in Erinnerung behalten. Eines aber wird unbestritten bleiben: dass der Papst aus Polen für den Frieden kämpfte. Er ging auf die Menschen zu, um seine Botschaft vom friedlichen Miteinander zu verkünden. Er mahnte die Politik zu mehr Verantwortungsbewusstsein für unsere Erde. Und er suchte die Versöhnung mit anderen Religionen.
Der NATIONAL GEOGRAPHIC-Fotograf James L. Stanfield hat die Bilder für "Wojtyla - Kämpfer für den Frieden" zusammengestellt. Er erhielt in den 90er Jahren die Erlaubnis als privilegierter Beobachter einen Blick hinter die Kulissen des Vatikans zu werfen.
Der eindrucksvolle Fotoband dokumentiert vor allem den Alltag des Papstes im Vatikan. Stanfield zeigt seine Eindrücke aus dem persönlichen Umfeld des Papstes. Er durfte einen Blick in die Privatgemächer des Heiligen Vaters werfen und den Papst bei Begrüßungen anderer Kirchenoberhäupter und Staatsmänner begleiten. Außerdem dokumentiert Stanfield Gebete im kleinen Kreis in der Privatkapelle des Papstes und zeigt, wie ihn die Massen auf dem Petersplatz feiern. Das Buch ist aber auch ein fotografischer Rückblick in die Jugend von Johannes Paul II. und präsentiert Bilder aus der Jugend "Loleks" in Wadowice, wo sein Weg in das Priesteramt begann. Überdies beschäftigt sich das sorgfältig recherchierte Werk mit den zahlreichen Reisen des Papstes in alle Teile der Welt. Das Buch zeigt anschaulich, dass Johannes Paul II. der erste Papst war, der nicht mehr ausschließlich von Rom aus regierte. Er besuchte die reichen westlichen Länder und betete mit den Ärmsten der Armen, überall wurde er euphorisch von den Gläubigen empfangen.
Eine außergewöhnliche Fotoreise durch das